Gericht ordnet dinglichen Arrest in das Privatvermögen von Dr. Braun an

Unter dem Akten­zei­chen 8 0 7816/20 hat das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen am 26.08.2020 eine ent­ge­gen­ste­hen­de Ent­schei­dung des LG Mün­chen, AZ 3 W 1094/20, auf­ge­ho­ben und den ding­li­chen Arrest in das gesam­te Ver­mö­gen von Dr. Mar­kus Braun ange­ord­net.

Der zur Zeit in der JVA Sta­del­heim ein­sit­zen­de Ex-Vor­stand von Wire­card muss auch die Kos­ten tra­gen.

In Voll­zie­hung des Arres­tes ist die For­de­rung von Dr. Braun auf Rück­zah­lung der von ihm in Höhe von 5 Mio Euro hin­ter­leg­ten Kau­ti­on teil­wei­se gepfän­det wor­den.

Dr. Tho­mas Rie­ger, der Ver­fah­rens­be­voll­mäch­tig­te, geht davon aus, dass geschä­dig­te Aktio­nä­re nun­mehr auch den Erlös pfän­den kön­nen, den Dr. Braun aus Akti­en­ver­käu­fen erzielt hat, dar­un­ter Pake­te im Wert von meh­re­ren Mil­lio­nen Euro am 22.06. und 24.06.2020, also weni­ge Tage vor der am 25.06.2020 bean­tra­gen Insol­venz der Wire­card AG.

Rie­ger geht wei­ter davon aus, dass zum Pri­vat­ver­mö­gen von Dr. Braun auch Immo­bi­li­en im In- und Aus­land gehö­ren.